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Buchtipps

Belletristik

 

Hélène Berr
Pariser Tagebuch 1942 - 1944

Mit e. Vorw. v. Patrick Modiano u. e. Nachw. v. Mariette Job. Originaltitel: Journal 317
320 S, Gebunden, Hanser, 2009
21,50 Euro

Erhobenen Hauptes durch die Hölle
Was es bedeutet, jung zu sein in unsicherer Zeit: Noch im April 1942 beschreibt die Literaturstudentin Hélène in ihrem Tagebuch Paris als Stadt der Lebensfreude. Im Juni bereits muss sie den Judenstern tragen, ihr Vater wird festgenommen, und sie beendet ihre Aufzeichnungen. 1943 nimmt Hélène das Schreiben wieder auf und legt Zeugnis ab vom grassierenden Antisemitismus und dem Unrecht, das während der deutschen Besatzung geschieht. Hélène Berr steht internierten Juden und ihren Angehörigen bei. Sie schwebt in Gefahr, aber sie will nicht fliehen. Ihr Tagebuch gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der Shoa in Frankreich.